Tipp vom Fach

Baumhaus im Blätterdach

Wackelige Plattform, windschiefer Bretterverschlag oder komplett ausgestalteter Rückzugsort: Kleine und große Kinder verbringen gerne Zeit im eigenen Baumhaus, optimieren die Konstruktion und richten sich häuslich ein. Das Internet ist voller ausgetüftelter Baupläne und Tipps für den Bau eines Baumhauses. Hier also nur einige Tipps, die das kleine Paradies noch gemütlicher (und etwas sicherer) machen:

– Zentrales Bauteil eines Baumhauses ist der Baum. Dieser muss gesund und stabil genug sein, die zusätzliche Last problemlos stemmen zu können. Gut geeignet sind zum Beispiel Eichen, Buchen, Ahorn- und Nussbäume. Ist ein Baum gefunden, wird geprüft, ob es sich um ein geschütztes Exemplar handelt. Grundsätzlich sollte man ein Baumhaus nur auf dem eigenen Privatgelände bauen. Beschwerden der Nachbarn lassen sich vermeiden, wenn deren Aussicht und Privatsphäre durch das Baumhaus nicht beeinträchtigt wird.

– Das Baumhaus darf nicht durch Schrauben oder Nägel mit dem Baum verbunden werden, da das den Baum stark verletzt. Stabilisieren Sie die Hütte lieber mit Stelzen oder durch eine Aufhängung.

– Auch wenn der Charme eines Baumhauses darin liegt, Restholz zu verwenden und nicht auf einheitliche Bretter zurückzugreifen: Bitte nur festes Massivholz (zum Beispiel Terrassendielen) verwenden. Achten Sie darauf, dass Regenwasser gut abfließen kann. So hält das verwendete Holz länger. Faulende Bretter müssen sofort ersetzt werden, um ein Durchbrechen und Abstürzen zu verhindern.

– Solarbetriebene Lampen sorgen für Licht im Baumhaus, ohne dass Kabel durch den gesamten Garten gezogen werden müssen. Kerzen sind im Baum tabu!

– Aus ein paar Kissen und der ausgedienten Matratze aus dem Babybett lässt sich eine gemütliche Sitzecke gestalten. Kissenbezüge mit sogenanntem Hotelverschluss, bei dem der Stoff eingeschlagen und am Rand vernäht wird, kommen ohne Reisverschluss aus. Sie sind als Einstiegsprojekt an der Nähmaschine für größere Kinder bestens geeignet.

– Ein Korb oder Eimer an einem langen Seil ermöglicht den Transport von Büchern, Spielen und Picknick. Für den Anfang genügt es, das Seil über einen Ast zu legen. Bei schwereren Lasten lohnt sich der Aufbau eines Flaschenzuges.

– Eine Futterstation für Vögel und/oder Eichhörnchen in Sichtweite des Sitzplatzes bietet spannende naturnahe Unterhaltung.

Solange die Kinder noch klein sind und man ihnen den sicheren Auf- und Abstieg zu bzw. aus einem hochgelegenen Baumhaus noch nicht zutraut, eignet sich womöglich einer der vielfältigen Spieltürme aus dem Holzfachhandel besser. Ein paar bunte Kissen und etwas zu Futtern sorgen auch dort schnell für das sommerliche Baumhausgefühl. Ganz wichtig: Eltern haben im Baumhaus nichts zu suchen – außer sie werden ausdrücklich eingeladen.

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