Adventskalender 2020

Bei uns piept‘s

Bauanleitungen für Nistkästen aus Holz finden sich im Netz in Hülle und Fülle. Wir präsentieren hier keine weitere ausführliche Auflistung von Bauanleitungen, sondern möchten auf einige grundlegende Punkte zum Thema hinweisen.

Vor dem Bau einer Vogelunterkunft lohnt es sich, zu beobachten, welche Arten sich bereits heimisch fühlen oder fühlen könnten.

Fressen, Trinken, Baden

Der beste Nistkasten wird leider nicht bezogen werden, wenn das Futterangebot in der nächsten Umgebung nicht passt. Welche Bäume und andere Futterquellen wachsen dort? Eibe, Eberesche, Holunder und viele weitere Pflanzen versorgen zahlreiche Vogelarten mit Beeren und Sämereien.

Doch nicht alle Vögel fressen Körner. Ein Nistkasten für Turmfalke und Schleiereulen macht keinen Sinn, wenn Sie keine Unmengen an Mäusen zu bieten haben. Ein Schleiereulenpaar fängt pro Nacht bis zu 5 Mäuse pro Junges, also bis zu 1.000 Nager pro Saison. Für den mäusefreien Stadtbalkon eignet sich also eher ein Spatzenhaus mit mehreren Wohneinheiten.

Wichtig ist auch die Verfügbarkeit von frischem Wasser zum Trinken und Baden. Manche Vogelarten legen zusätzlich verstärkt Wert auf ein feines Sandbad. Wer hier für gute Bedingungen sorgt, findet bald Mieter für den neuen Nistkasten.

Nistkasten-Formen

Für sogenannte Höhlenbrüter (Blaumeise und andere Meisen, Sperling, Halsbandschnäpper, Gartenrotschwanz …) eignen sich die typischen geschlossenen Kästen mit relativ kleinem Einflugloch. Die meisten Bausätze für Nisthilfen entsprechen diesem Schema.

Rotkehlchen, Bachstelze, Grauschnäpper, Haus- und Gartenrotschwanz fühlen sich hingegen in einem Halbhöhlenkasten am wohlsten. Dieser ist vorne weiter geöffnet. Schwalben nisten am liebsten in Kolonien. Die halbrunden Nester selbst zu bauen, ist etwas komplexer als einen Meisenkasten zu zimmern.

Anleitungen für Spatzenhaus, Baumläuferhöhle, Halbhöhle, Schleiereulenkasten und viele mehr finden Sie auf der NABU-Website.

HalbhöhlenkastenVogelkolonie

Holz für Nistkästen

Nisthilfen sollten, soweit nicht speziell anders angegeben, aus 20 mm dicken ungehobelten Brettern gebaut werden. Es eignen sich grundsätzlich alle Holzarten, die üblicherweise im Außenbereich eingesetzt werden, so z. B. Eiche, Robinie, Douglasie oder Lärche. Kiefer, Fichte und Tanne funktionieren ebenfalls, sind aber nicht so langlebig. Die meisten Sperrhölzer und Spanplatten sind nicht witterungsbeständig und für Nisthilfen deshalb ungeeignet.

Ungehobelt sollen die Bretter – zumindest an den Innenseiten – sein, damit die Bewohner sich daran wie in einer Baumhöhle festkrallen können. Dass das Holz nicht chemisch behandelt sein darf, versteht sich für eine Brutkammer wohl von selbst.

Zur Belüftung haben sich vier Löcher mit 5 mm Durchmesser im Boden bewährt. Diese verhindern eine zu hohe Luftfeuchtigkeit im Nest.

Katzenkino

Egal, welchen Vogel Sie mit Ihrem Bauprojekt anlocken wollen: Achten Sie auf eine katzen- und mardersichere Anbringung der Nistkästen. Denn für die Räuber gilt: Nur gucken, nicht fressen!

Andere Tierbauten aus Holz

Fledermäuse, Igel, Schmetterlinge und Insekten freuen sich natürlich ebenso wie Vögel über ein bisschen Starthilfe beim Nestbau bzw. bei der Winterquartiersuche. Vor dem Bau einer kleinen Holzunterkunft lohnt sich aber immer der Check: vorhandene Tier- und Pflanzenarten, Futterangebot, Fressfeinde? Diejenigen Bauten, die zur Umgebung passen und auf eine bestehende Population Rücksicht nehmen, finden meist schnell einen Bewohner.

Im Advent ist es übrigens nicht zu früh, um an den Frühling zu denken. Vögel beginnen manchmal schon im Spätwinter mit der Suche nach einem geeigneten Nistplatz.

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