Klimaschutz durch Holz

Holzverwendung schützt das Klima

Die Verwendung von Holz wirkt sich gleich mehrfach positiv auf das Klima aus. Zum einen handelt es sich um einen natürlichen, nachwachsenden Rohstoff, der klimaschädliches CO2 bindet. Mit jedem Dachbalken, jeder Spanplatte und jeder Holztür wird der Atmosphäre Kohlendioxid entzogen und über viele Jahre im Holz gespeichert.

Zwei Beispiele: Im Durchschnitt beträgt der Holzanteil einer Drei-Zimmer-Wohnung rund 1.400 Kilogramm. Diese Menge bindet erstaunliche 2,6 Tonnen Kohlenstoffdioxid (CO2). Ein möbliertes Einfamilienhaus aus Holz entlastet das Klima sogar um bis zu 80 Tonnen.

Hinzu kommt der Substitutionseffekt, denn Holz ersetzt andere Materialien, die in ihrer Herstellung viel energieintensiver und klimaschädlicher sind. So ist der Energieverbrauch von Zement vierfach höher als der von Holz. Bei Stahl liegt der Wert sogar um das zwanzigfache höher. Mit jedem Kubikmeter Holz lassen sich in der Summe rund zwei Tonnen CO2 einsparen. Eine vierstöckige Rohbaukonstruktion aus Holz verbraucht weniger als die Hälfte an Primärenergie wie die gleiche Konstruktion aus Beton. Dies hat die Initiative HolzProKlima recherchiert.

Weitere Aspekte für den Klimaschutz

Holz ist außerdem ein nachwachsender Baustoff, der regional verfügbar ist. Dadurch entfallen lange Transportwege, die das Klima belasten. Unsere heimischen Wälder werden nachhaltig bewirtschaftet, es wird also weniger Holz geerntet als Jahr für Jahr nachwächst.

Besonders gut für das Klima ist es, wenn das CO2 möglichst lange im Holz gebunden bleibt. Dies erreicht man durch eine Kaskadennutzung. Das bedeutet, dass Holz mehrfach stofflich genutzt wird, bevor es am Ende eine thermische Verwendung findet. So lässt sich Altholz mehrmals recyceln und zu neuen hochwertigen Produkten (zum Beispiel OSB- und Faserplatten) verarbeiten. Wie sinnvoll eine konsequente Kaskadennutzung für den Klimaschutz ist, zeigt zum Beispiel eine Studie von 2017 vom Lehrstuhl für Holzwissenschaft der Technischen Universität München.

Für den Holzbau spricht die hohe Energieeffizienz. Häuser in der Holzrahmenbauweise verfügen durch einen speziellen Wandaufbau über eine sehr gute Wärmedämmung. Als Niedrig- oder Passivhaus geplant und ausgeführt, sind die Energie- und Heizkosten minimal. Da Holz atmungsaktiv ist und Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben kann, sorgt es zudem im Inneren für ein ausgewogenes Raumklima.

Auch der Rückbau und das Recycling von Holzhäusern gestaltet sich meist einfacher als bei Massivbauten. Ein weiterer wichtiger Umweltaspekt, da die Baubranche in Deutschland mit über 60 Prozent am Abfall- und Reststoffaufkommen beteiligt ist.

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