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Holzterrasse schützen

Dienstag, 10.02.2015

Lang lebe die Terrassendiele

Holzterrassenböden sind unmittelbar der Witterung ausgesetzt. Um Schäden vorzubeugen, sind drei Punkte zu beachten: der konstruktive Holzschutz, die natürliche Dauerhaftigkeit des Belagmaterials und die regelmäßige Reinigung und Pflege.

Holzterrassen sind aufgrund ihrer natürlichen Ausstrahlung und ihrer Haptik sehr beliebt. Allerdings ist das Material Holz im Freien verschiedenen Beanspruchungen ausgesetzt. Die Verwitterung der Oberfläche und vor allem eine langanhaltende dauerhafte Durchfeuchtung des Belags erhöhen die Gefahr von Pilzbefall. Die Folgen nach längeren Regenperioden oder nasskalten Wintern sind das Quellen und Schwinden der Dielen, Splitter und andere Beschädigungen. Wird die Terrasse allerdings durchdacht geplant, materialgerecht montiert und mit regelmäßiger Pflege bedacht, ist die Holzterrasse langanhaltend geschützt, wissen die Experten des Gesamtverbands Deutscher Holzhandel e.V. (GD Holz).

Konstruktiver Holzschutz bei Planung und Bau

Beim Bau einer Terrasse ist darauf zu achten, dass direkter Bodenkontakt des Holzes vermieden wird. Die nachstoßende Feuchtigkeit aus der Erde, Schmutz und Laub in den Fugen und auf dem Holz sowie nicht unterlüftete Blumenkübel begünstigen den Befall durch holzzerstörende Pilze und können zu Beschädigungen führen. Die Holzdielen sollten daher auf robusten Unterkonstruktionen fußen. Außerdem sind eine entsprechende Hinterlüftung sowie ein leichtes Gefälle wichtig. Die Hinterlüftung sorgt dafür, dass Feuchtigkeit entweichen kann. Das Gefälle begünstigt einen schnelleren Wasserabfluss von der Dielenoberfläche.

Darüber hinaus ist die natürliche Dauerhaftigkeit des Holzes gegen Pilzbefall relevant. Besonders resistent sind hier Tropenhölzer wie Ipe und Bangkirai, so die Experten vom GD Holz. Ihre Eigenschaften sind seit Jahrhunderten, beispielweise bei den im Bau von Holzbrücken oder -schiffen erfahrenen Niederländern, geschätzt. Auch die europäische und sibirische Lärche und die Douglasie haben sich für die Verwendung im Außenbereich bewährt, da sie hinreichend resistent gegen Pilzbefall sind. Weitere Alternativen sind thermisch modifizierte oder chemisch behandelte Hölzer, die eine höhere Dauerhaftigkeit besitzen. Des Weiteren hat sich WPC, ein Werkstoff aus Holz und Kunststoff, etabliert. WPC besteht in der Regel zu 70% aus Holz und zu 30% aus Kunststoff. Positive Eigenschaften des Produktes sind die Splitterfreiheit und Pflegeleichtigkeit.

Der beste Schutz ist die richtige und regelmäßige Reinigung

Damit die Terrasse optimal geschützt wird, sollte das Holz behandelt werden. Wer die natürliche Holzfarbe erhalten möchte, verwendet Anstriche auf Ölbasis. Sie haben den Vorteil, dass sie nicht reißen oder abblättern. Der wesentliche Vorteil einer Ölbehandlung ist, dass das Holz wasserabweisend wird. Vor dem Auftragen des Öls sollte die Fläche mit einem Gartenschlauch, einem dickborstigen Straßenbesen und Reinigungsmitteln gründlich gereinigt werden. Auf Hochdruckreiniger sollte bei der jährlichen Reinigung verzichtet werden, da hier Schäden in der Holzstruktur entstehen können, empfehlen die Experten des GD Holz. Für die Reinigung eignen sich spezielle Holzreinigungsmittel für Holzoberflächen im Außenbereich. Sie beseitigen nicht nur Schmutz, sondern hellen auch die Oberfläche auf. Verzichtet man auf den regelmäßigen Behandlungsaufwand, entsteht eine Patina und das Holz vergraut.

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Schutz und Pflege für Terrassendielen

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