Befestigung von Terrassendielen

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Sichtbare oder verdeckte Befestigung

Ist der Untergrund vorbereitet, die Unterkonstruktion aufgebaut und die Materialentscheidung gefallen, geht es an die Befestigung der Terrassendielen. Je nach Material variieren die Herstellerangaben im Detail. Da die Vorgaben genau auf das gewählte Produkt angepasst sind, sollten Sie sie unbedingt beachten. Hier eine erste Orientierung, wie Terrassendielen befestigt werden können.

Vollholzdielen müssen mit einem Abstand von mindestens 20 mm zur Hauswand oder zu anderen Bauteilen verlegt werden. Wichtig ist auch der richtige Abstand zwischen den Dielen. Da Holz die Eigenschaft besitzt durch Wasseraufnahme und -abgabe zu quellen und zu schwinden, sollte sichergestellt werden, dass Vollholzdielen selbst im nassen (gequollenen) Zustand mindestens einen Abstand von 4 mm aufweisen. Terrassendielen aus anderen Werkstoffen, wie z.B. WPC oder vergütetem Holz (imprägniert oder modifiziert) weisen andere Materialeigenschaften auf und sind hier nicht gemeint.

Zur Bestimmung des richtigen Verlegeabstands sollte die Holzfeuchte der zu verlegenden Dielen bekannt sein. Diese lässt sich messen und der liefernde Holzfachhändler sollte hierzu eine Aussage treffen können.

Einen Hinweis, welcher Abstand bei der Verlegung eingehalten werden muss, liefert das auf der Verpackung angegebene Nennmaß (bei Vollholz). Weicht die aktuell gemessene Dielenbreite von dem angegebenen Nennmaß ab, ist eine Anpassung der Fugenbreite für die Verlegung zu prüfen. Beim Einbau können Fugenbreiten im Bereich von 6 bis 10 mm notwendig sein. Dieser Abstand reduziert sich, sobald die Diele Feuchtigkeit aufnimmt. Es ist zu beachten, dass für die Festlegung der Fugenbreite die Holzfeuchte bekannt sein muss. Üblicherweise sollte der Hersteller oder Lieferant Angaben hierzu machen, damit Sie den richtigen Dielenabstand wählen.

Für ein einheitliches und gleichmäßiges Fugenbild können Sie je nach gewählter Befestigungsart Abstandhalter, Distanzplättchen oder Terrassenverbinder (Clips) verwenden.

Ebenfalls wichtig: Lesen und beachten Sie die Montageanleitung des Herstellers, denn die Unterschiede in den Vorgaben zum Verlegen, Pflegen und gegebenenfalls auch zur späteren Entsorgung der Terrassendielen sind manchmal beachtlich.

Sichtbare oder verdeckte Befestigung?

Terrassendielen lassen sich prinzipiell durch zwei gängige Methoden auf der Unterkonstruktion befestigen: Die bewährte Methode der sichtbaren Verschraubung von oben oder die verdeckte Befestigung mithilfe von Terrassenverbindern (Clips) seitlich oder unterhalb der Diele.

Bei der sichtbaren Verschraubung mit nicht rostenden Schrauben aus Edelstahl bleiben die Schraubenköpfe sichtbar. Der Schraubenkopf sollte bündig mit der Diele abschließen, um zu verhindern, dass sich Wasser auf versenkten Schrauben sammelt. Steht der Kopf zu weit heraus, besteht ein Verletzungsrisiko!

Für die Befestigung sollten spezielle Terrassenschrauben aus Edelstahl verwendet werden. Die Dielen sind vorzubohren, um Spannungsrisse zu vermeiden. Der Abstand der Schrauben zum Dielenende sollte mindestens 50 mm betragen, damit die Diele nicht einreißt. Der Abstand bei einem Längsstoß von zwei Dielen sollte 5 bis 10 mm betragen, wobei der Längsstoß wegen des Wasserabflusses nicht auf einer Unterkonstruktion liegen sollte.

Bei der verdeckten (oder nicht-sichtbaren) Befestigung der Dielen gibt es diverse Befestigungsmöglichkeiten mithilfe von Terrassenverbindern:
– unterseitig geschraubte Befestigungen
– seitlich genutete Befestigungen
– unterseitig genutete Befestigungen

Es ist wichtig, das Befestigungssystem auf gewählte Terrassendielen und Unterkonstruktion abzustimmen. Verwenden Sie nur die vom Hersteller empfohlenen Systemkomponenten! Der Vorteil der verdeckten Befestigung ist eine Terrassenoberfläche ohne Schraubenköpfe.

Generell muss mit Metallpartikeln auf Holzterrassen sehr aufgepasst werden. Eisen kann in Verbindung mit Wasser zu starken Verfärbungen führen – insbesondere zum Beispiel bei Lärche oder Eiche.

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