Wärmedämmung bei Türen

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Innentüren als Schutz gegen Kälte und Hitze

Um den Energiebedarf von Klimaanlagen und Heizungen zu reduzieren, lohnt es sich, über neue Türen nachzudenken. Sie schützen besonders effizient gegen abweichende Außentemperaturen und halten die gewünschte Temperatur im Innern des Raumes.

Bei Neubau und Modernisierung hat die Energieeffizienz immer eine hohe Priorität. Türen mit wärmedämmenden Eigenschaften sorgen dafür, dass die Kälte – etwa aus dem Flur – draußen bleibt und helfen so, Heizwärme effizient zu nutzen. Umgekehrt lässt sie in heißen Sommern die Hitze von draußen nicht ungehindert nach innen. Das hält die Wohnräume angenehm kühl, was den Energiebedarf von Klimaanlage und Ventilator spürbar senkt.

Welche Räume brauchen Wärmeschutztüren?

Wärmedämmende Eigenschaften sind essenziell bei Haustüren und Wohnungseingangstüren, die zu unbeheizten Treppenhäusern führen. Aber es gibt weitere Räume, die am besten durch Wärmeschutztüren von übrigen Räumen isoliert werden: Keller, Garage, ungeheizte Hauswirtschaftsräume werden viel zu häufig nur durch die üblichen Innenraumtüren von den Wohnbereichen getrennt. Als Grund wird hierfür oft die Optik genannt. Dabei bieten die meisten Hersteller von Innentüren ihre Produkte in unterschiedlichen Ausführungen an, sodass die einheitliche Gestaltung aller Innentüren kein Problem darstellt.

Die Wärmedämmung einer Tür

Die speziellen Wärmeschutztüren aus dem Holzfachhandel vor Ort zeichnen sich durch eine besondere isolierende Schicht zwischen den beiden von außen sichtbaren Lagen aus. Diese sogenannte „Einlage“ besteht bei manchen Thermotüren aus Kunststoff, bei anderen aus Röhrenspanelementen.
Wie gut eine Tür unterschiedliche klimatische Verhältnisse aushält, wird durch die sogenannten Klimaklassen der Güte- und Prüfbestimmungen RAL-GZ 426 definiert. Dabei geht es insbesondere auch um unterschiedliche Klimabedingungen auf den beiden Seiten der Tür – dies ist gerade bei Wohnungseingangstüren und vor allem Haustüren wichtig.
Zusätzlich sind die Türen sind mit umlaufenden Dichtungen ausgestattet. Eine Dichtung, die sich zusätzlich beim Schließen auf den Boden absenkt, ergänzt die Wärmeschutzfunktion der Tür. Diese Türen helfen, die gewünschte Temperatur im Wohnraum zu halten.
Hinweise zum Wärmeschutz einer Tür gibt der Wärmedurchgangskoeffizient (U-Wert). Je kleiner der U-Wert, desto besser ist die Wärmedämmung. Für neue Wohngebäude gibt das Gebäudeenergiegesetz für Außentüren einen U-Wert von 1,8W/m²K (GEG 2020 / EnEV 2014) vor. Türenmodelle für Passivhäuser erreichen sogar einen U-Wert unter 1,0 W/m²K. Dabei hängt der Wärmeschutz wesentlich vom gewählten Material des Rahmens und des Türblattes sowie deren Dicke und Aufbau ab.

Tür und Zarge als Einheit betrachten

Wichtig ist beim Einbau einer Wärmeschutztür, dass auch die umgebende Zarge den Anforderungen entspricht. Denn die Tür kann noch so gut gedämmt sein, wenn der Rahmen oder umgebende Glaselemente die Kälte hindurchlassen, geht der größte Dämmungseffekt verloren.
Die Genauigkeit beim Einbau entscheidet über das finale Ergebnis, deshalb sollte die Installation von Funktionstüren (also Türen, die speziell zum Schutz vor Wärme, Kälte, Schall, Feuchtigkeit verwendet werden) immer von Profis vorgenommen werden. Sie kennen sich mit den benötigten Dämmmaterialien für die Zargen aus und können die Türen passgenauer einsetzen als die meisten DIY-Fans.
Der Boden unterhalb einer Wärmeschutztür sollte im besten Fall glatt und eben sein, also am besten auf Parkett, Laminat oder Fliesen aufsetzen. Sonst „schleicht“ sich die Luft von außen zwischen den Teppichborsten unterhalb der Türdichtung hindurch und ein Teil des Dämmeffektes geht verloren.

Nachrüsten teilweise möglich

Wem der komplette Austausch der Türen zu mühsam ist, kann mithilfe von Dichtungsbändern, -bürsten und nachträglich einzubauenden Dichtungen mit Absenkautomatik zumindest die offensichtliche Zugluft aussperren. Der U-Wert der Tür wird dadurch nicht verbessert.
Die Zusatzkosten für Türen höherer Klimaklassen amortisieren sich mittelfristig, denn es muss weniger geheizt bzw. weniger gekühlt werden. Je höher die jetzigen Energiekosten und je kälter die Winter bzw. heißer die Sommer, desto schneller lohnen sich die neuen Türen.

Bildquelle: www.tuerenwechsel.de

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