Laminat oder Fertigparkett?

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Für jeden Geschmack der passende Fußboden

Das Einrichten der eigenen vier Wände beginnt meistens mit der Auswahl des richtigen Fußbodens. Der Holzfachhandel bietet hier mit Fertigparkett, Laminat, Massivholzdielen, Design- und Vinylböden eine große Auswahl an Belägen und Dekoren.

Fertigparkett und Laminat zählen zu den Klassikern bei den Fußbodenbelägen. Neben der natürlich-schönen Holzoptik und dem vielfältigen Angebot an Dekoren liegt dies daran, dass sie auch der Hobby-Handwerker einfach und schnell verlegen kann. Je nach Verlegemuster lässt sich gezielt die optische Wirkung von Räumen beeinflussen. Während Laminat und Fertigparkett gerne im Schiffsbodenverband (wilder Verband) verlegt werden, bieten sich beim geklebten Parkett weitere Verlegemuster wie die Hochkantlamelle, ein Fischgrät- oder Würfelmuster an. Diese Arbeit sollte allerdings nur von einem erfahrenen Parkettleger durchgeführt werden.

Ein weiterer Klassiker sind Massivholzdielen. Sie gelten als die Urform des Holzbodens und sind gerade wegen dieser Ursprünglichkeit heute wieder stark gefragt.

Ein Comeback erleben Vinylböden und Linoleumböden, die neuerdings in schicker Holzoptik angeboten werden. Ebenfalls sehr beliebt sind hochwertigen Designböden sowie Böden aus Kork oder Bambus.

Fertigparkett und Laminat

Sowohl Fertigparkett als auch Laminat-Elemente sind aus mehreren Schichten aufgebaut. Hier gibt es jedoch wesentliche Unterschiede. Das Mehrschichtparkett (Fertigparkett) ist ein reines Holzprodukt. Gewöhnlich besteht es aus einem Gegenzugfurnier (siehe Nr. 2 in der Abbildung unten), einer Trägerschicht, gefertigt aus Massivholzstäbchen (siehe Nr. 3) bzw. Sperrholz-, Span- oder Faserplatten und einer Deckschicht aus Furnier (Nr. 4), das durch Öl und Lack geschützt wird. Darunter wird eine Wärme- bzw. Trittschalldämmung (Nr. 1) verlegt.

Ein Parkettfußboden steht für Individualität und Natürlichkeit. Parkettböden sind gut für Allergiker geeignet, die ihre Fußböden regelmäßig feucht wischen möchten. Wie Sie Parkett schnell und sicher verlegen, zeigt dieses Video.

Aufbau von Mehrschichtparkett

Aufbau eines Fertig- bzw. Mehrschichtparketts

Laminat

Laminat dagegen besteht aus einer stabilisierenden Trägerplatte aus Holzfasern (HDF), auf die eine bedruckte Papierlage (Dekorschicht) geklebt wird. Die Papierschicht dichtet eine transparente Harz-Versiegelung (Overlay) ab, was die Oberfläche wasserbeständig und abwaschbar macht. Diese Versiegelung bildet die eigentliche Nutz- und Laufschicht. Dank der vom Hersteller frei gestaltbaren Dekorschicht ist beim Laminat fast jedes Design möglich. Zudem ist es etwas günstiger als ein Echtholz-Parkettboden.

Helles und dunkles Laminat mit einer Nachbildung einer natürlichen Holzmaserung

Helles und dunkles Laminat mit einer Nachbildung einer natürlichen Holzmaserung (Foto: KOLLAXO)

Unterschied zwischen Laminat und Parkett

Ein weiteres wichtiges Kriterium bei der Auswahl von Bodenbelägen ist die Widerstandsfähigkeit und damit die Lebensdauer. Bei Parkett entscheiden Holzart und Versiegelung der Deckschicht darüber, wie stark der Boden belastet werden kann. Laubhölzer wie Buche und Eiche sind weniger empfindlich als weiche Nadelhölzer, wie zum Beispiel Kiefer oder Fichte. Daneben ist die Dicke der Echtholz-Deckschicht entscheidend. Böden mit einer Deckschicht von über vier Millimetern lassen sich ein bis zwei Mal abschleifen und haben somit eine deutlich längere Lebensdauer.

Laminatfußböden können ebenfalls sehr stark beansprucht werden und lange ihren Zweck erfüllen. Der Beanspruchungsgrad wird im Handel in sogenannten Abriebklassen angegeben. Die Lebensdauer ohne größere Abriebschäden beträgt bei hochwertigem Laminat 30 Jahre und mehr. Auch bei Laminaten gilt der Grundsatz, dass die Hochwertigkeit des Materials den Unterschied macht. Hier steht Ihnen Ihr Holzfachhändler mit verlässlichem Rat zur Seite.

Massivholzdielen und -parkett

Im Gegensatz zu Mehrschichtparkett und Laminat, besteht ein Massivholzboden komplett aus einer Schicht natürlich gewachsenem Holz. Dabei kann es sich sowohl um einzelne Holzlamellen wie beim Mosaikparkett, um Holzstücke (den sogenannten Parkettstäben) wie beim Stabparkett, als auch um massive Holzdielen handeln. Entscheidend für den Preis ist vor allem die Holzart und der Verarbeitungsgrad. Wer es sich finanziell leisten kann, sollte endbehandelte Holzdielen kaufen. So sparen Sie sich den Aufwand und die langen Trocknungszeiten bei einer nachträglichen Versiegelung mit Lack oder Öl. Massivholzielen können fest mit dem Untergrund verklebt, verschraubt oder aber schwimmend auf einer speziellen Klebematte verlegt werden.

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