Deckende Farben für Fassaden

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Ein deckender Anstrich schützt die Fassade

Holzfassaden liegen im Trend und erfreuen sich großer Beliebtheit. Dabei stellt sich nicht selten die Frage nach der Oberflächenbeschichtung. Ein deckender Anstrich bringt die richtige Farbe ins Spiel und erzielt zugleich die gewünschte Schutzfunktion.

Es gibt verschiedene Formen von Holzfassaden. Sogenannte offene Bekleidungen bestehen aus einzelnen Holzelementen, die mit einem gewissen Abstand voneinander vor der eigentlichen Gebäudewand angebracht sind. Offene Bekleidungen, zum Beispiel aus Rhombus-Profilen, gehören zu den viel verkauften Fassadenelementen. Die typischen Abstände zwischen den einzelnen Brettern verleihen den Fassaden ein bewegtes Äußeres.

Bei geschlossenen Systemen greifen entweder Nut- und Federbretter ineinander oder die einzelnen Bretter bzw. Holzschindeln werden überlappend befestigt.

Je nach Brettbreite und Brettabständen sowie vertikaler oder horizontaler Ausrichtung wirkt ein Gebäude höher oder breiter. Ein weiterer wesentlicher Faktor, der zur Wirkung der Fassade beiträgt, ist die Farbe und damit einhergehend die Frage nach der Oberflächenbeschichtung.

Ein Trend geht zu gänzlich unbehandelter Hobelware aus beispielsweise sibirischer Lärche. Individueller wirkt eine Fassade jedoch mit einem deckenden Anstrich in der persönlichen Lieblingsfarbe – die Berücksichtigung der ortsüblichen Bauvorgaben vorausgesetzt. Er schützt das Holz vor Feuchtigkeit und UV-Strahlung.

Auf die richtige Holzfeuchte achten

Wie bei allen Arbeiten mit Produkten aus Vollholz ist die richtige Holzfeuchte für den jeweiligen Verwendungszweck sicherzustellen. Wenn ein deckender Anstrich aufgetragen werden soll, empfehlen sowohl der Verband der europäischen Hobelindustrie, wie auch die Fachregeln der Zimmerer, eine Holzfeuchte von 15 ± 3 Prozent.

Ist das Holz zu feucht, schwindet es stark. Dies wird vor allem bei geschlossenen Bekleidungen sichtbar: Es können sich Streifen ohne Lackauftrag bilden oder Fugen komplett öffnen. Deshalb ist es besonders wichtig, Holz für die Fassade beim Holzfachhandel zu beziehen, der das Holz in der benötigten Qualität liefert.

Beschichtung rundum ausführen

Unabhängig davon, ob die Fassade von einem Fachunternehmen aufgebaut wird, oder ob Sie selbst zum Werkzeug greifen: Die Grundbeschichtung, also Grundierung und Zwischenbeschichtung, muss vor der Montage allseitig erfolgen. Dies hat den einfachen Grund, dass sonst von der Rückseite her Feuchtigkeit in das Holz eindringt und dort eine sogenannte Schüsselung verursacht. Das Holz „arbeitet“ stark und der deckende Anstrich auf der Vorderseite bekommt unter Umständen Risse. Dies lässt sich durch das allseitige Streichen vermeiden. Mindestens eine Schicht sollte vor der Montage im endgültigen Farbton aufgetragen werden. Auf diese Weise vermeidet man sichtbare Farbunterschiede, wenn das Holz im Rahmen der üblichen Toleranz „arbeitet“.

Bei der Planung der Beschichtung zu berücksichtigen

  • Bei der Montage von Außenwand-Bekleidungen ist darauf zu achten, dass alle Flächen, die erst nach der Montage nachbeschichtet werden, zugänglich bleiben. Dies kann zum Beispiel im Bereich von Abtropfblechen oder Fugen der Fall sein.
  • Beschichtungen können im Bereich scharfer Kanten keine ausreichende Schichtdicke ausbilden (Kantenflucht). Infolgedessen ist dort kein optimaler Schutz vor eindringender Feuchtigkeit sichergestellt. Zur Reduzierung der Feuchtigkeitsaufnahme müssen Kanten deshalb mit einem Radius von mindestens zwei Millimetern abgerundet werden.
  • Bei Sonneneinstrahlung erhitzen sich dunkle Farben deutlich mehr durch den höheren Absorptionsgrad als helle Farben. Dies ist vor allem bei den der Sonne zugewandten Gebäudeseiten zu berücksichtigen. Bei hellen Farben sind Wartungsintervalle von acht Jahren und mehr möglich, dunkle Farben erfordern kürzere Kontrollabstände.

Pflege der beschichteten Fassade

Insgesamt ist eine Holzfassade mit deckendem Anstrich sehr pflegeleicht. Dennoch sollte man regelmäßig die Holzfassade warten und pflegen. Viele Handwerksbetriebe bieten mittlerweile Wartungsverträge an. Die Angaben der Hersteller sind zu beachten – das gilt für die Beschichtung wie auch für den Träger. Viele Profile sind bereits ab Werk oberflächenbeschichtet erhältlich und damit langlebig und wartungsarm.

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