Energieeffiziente Fenster

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Vielfältig und energieeffizient: Holzfenster für jeden Wohnstil

Wer heute energetisch saniert, sollte auch direkt über einen Austausch seiner alten Fenster nachdenken. Denn ein Großteil der Wärme geht über alte und undichte Fenster verloren. Hinzu kommt, dass viele Fenster im Bestand nicht mehr den aktuellen Standards beim Einbruchschutz entsprechen. Moderne Holzfenster und Holz-Alu-Fenster sind nicht nur energieeffizient und sicher, sondern auch in vielen Varianten erhältlich.

Egal ob rechteckig, rund, oval, mit Sprossen oder als ein- oder zweiflügelige Variante – moderne Holzfenster gibt es in vielen verschiedenen Formen, Farben und Holzarten und passend zu jedem Wohnstil. Dabei wird das Fenster (wie die Tür) immer mehr zum Designelement, welches sowohl zur Inneneinrichtung als auch dem äußeren Erscheinungsbild des Hauses passen muss. Dank der guten statischen Eigenschaften von Holz lassen sich auch anspruchsvolle architektonische Anforderungen wie Rundbögen oder besonders schmale Profile mit Holzfenstern problemlos umsetzen.

Große Auswahl an Hölzern

Bei der Wahl der passenden Holzart ist für jeden Geschmack und für jede Preisklasse etwas dabei. Neben den bewährten und heimischen Hölzern wie Fichte, Tanne, Kiefer und Eiche gibt es auch Fenster aus edlen Tropenhölzern wie Meranti oder Teak. Auch Douglasie eignet sich gut für den Fensterbau. Mit der Wahl der Holzart lässt sich über die Anmutung und farbliche Ausprägung des Holzfensters bestimmen. Farblich ist alles möglich: von transparent mit sichtbarer Holzmaserung bis deckend in einer Farbe.

Neue Holzfenster sparen Heizkosten

Holz- und Holz-Alu-Fenster sind ideale Energiesparer. Besonders Fenster mit einer Dreifach-Verglasung können Wärmeverluste auf ein Minimum reduzieren. Der Trick dabei: Zwischen den abgedichteten Gläsern befindet sich ein Edelgas, das sich durch eine sehr geringe Wärmeleitfähigkeit auszeichnet. Zweifach verglaste Fenster erreichen dadurch einen Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Wert) von 1,5 bis 1,1, Dreifachfenster sogar einen Wert von 0,9 bis 0,5 Watt pro Quadratmeter und Kelvin. Deshalb wird die Dreifach-Verglasung auch bei Holzfenstern immer mehr zum Standard. Neben der Verglasung ist jedoch auch die Qualität des Fensterrahmens entscheidend. Aufgrund der guten Isolierfähigkeit von Holz sorgen Holzfenster dafür, dass die Wärme am Fensterrahmen nicht verloren geht und innerhalb des Hauses gehalten wird.
Der Wärmedurchgangskoeffizient (U-Wert) ist der wichtigste Wert für Wärmedämmgläser. In der Bauphysik ist er ein Maß für den Wärmestromdurchgang durch eine oder mehrere Materialschichten, wenn auf beiden Seiten unterschiedliche Temperaturen herrschen. Die Einheit des U-Wertes (W/m²K) definiert die Energiemenge pro Zeiteinheit, die durch eine Fläche von einem Quadratmeter fließt, wenn sich auf beiden Seiten die Lufttemperatur um ein Kelvin unterscheidet. Grundsätzlich gilt: je höher der Wärmedurchgangskoeffizient, desto schlechter ist die Wärmedämmeigenschaft eines Bauteils.

Rundum sicher

Sind die Fenster schon etwas in die Jahre gekommen, gilt dies auch für die darin verbaute Sicherheitstechnik. Alte Rahmen, Riegel und Schließzylinder lassen sich von Einbrechern innerhalb weniger Sekunden aufbrechen. Die Polizei rät deshalb im Bereich des Kellers und im Erdgeschoss zu Fenstern der Widerstandsklasse RC-2 oder RC-2-N sowie zu Fenstern, deren Einbruchhemmung nach DIN EN 1627 geprüft oder zertifiziert wurde. Moderne Holzfenster besitzen dieses Prüfsiegel und sind auf Wunsch in verschiedenen Widerstandsklassen erhältlich.

Holzfenster schützen jedoch nicht nur vor Einbrechern sondern auch im Brandfall. Regelmäßige Tests in Feuerwehrschulen zeigen, dass Fenster mit einem Holzrahmen ein deutlich günstigeres Verhalten im Brandfall aufweisen als Fenster aus Kunststoff. Während diese bereits bei 110 bis 130 Grad Celsius schmelzen und dabei giftige Dioxide freisetze, bleiben Holzfenster auch bei Temperaturen von über 200 Grad Celsius noch stabil und in ihrer ursprünglichen Form. Weiterhin entwickeln sie beim Verbrennen weniger Qualm wodurch die Rettungswege länger frei bleiben.

Fördermöglichkeiten für energieeffiziente Fenster nutzen

Die energetische Sanierung vom Dach bis zum Keller, aber auch Einzelmaßnahmen wie der Einbau neuer energieeffizienter Holzfenster werden staatlich gefördert. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW-Bank) bezuschusst den Fenstertausch mit zehn Prozent der Gesamtkosten bzw. bis zu 5.000 Euro für jede Wohneinheit. Beim KfW-Kredit (Programm 151/152) ist bei Einzelmaßnahmen ein Betrag von bis zu 50.000 Euro pro Wohneinheit möglich, bei ganzheitlichen Sanierungen sind es sogar bis zu 75.000 Euro pro Wohneinheit und bis zu 22,5 Prozent Tilgungszuschuss.

Bild: Bundesverband ProHolzfenster e.V./Schillinger

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