Sommerlicher Wärmeschutz

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Effektive Maßnahmen für ein angenehmes Raumklima

Im Sommer kann sich ein Gebäude je nach Bauweise und Standort stark aufheizen. Es gibt einige gute Maßnahmen, mit denen man die Hitze einfach aussperren kann: Verschatten, Lüften, Dämmen und – erst, wenn diese Maßnahmen nicht helfen – Kühlen.

Das schnellste Ergebnis liefert die sogenannte Verschattung: Fensterläden aus Holz, Rollläden, Jalousien oder Markisen helfen sofort gegen das Aufheizen. Wichtig außerdem: ausreichendes Lüften, am besten über Nacht. Stoßlüften während der kühleren Morgenstunden ist angeraten, wenn die Fenster über Nacht nicht offen bleiben können. Energetisch am sinnvollsten ist die Dämmung der Gebäudehülle, vor allem des Daches. Die genannten Punkte gehören zum sogenannten sommerlichen Wärmeschutz. Er verhindert idealerweise eine Überhitzung der Räume, damit es bei hohen Außentemperaturen im Inneren des Hauses angenehm bleibt.

Verschatten

Die erste Vorkehrung, um die Hitze abzuhalten, ist die Verschattung der Fenster auf der Sonnenseite. Am effektivsten verhindert ein außenliegender Schutz das Aufheizen der Fenster. Hier bieten sich Klappläden aus Holz, Rollläden, Jalousien und Markisen an. Besonders bei Dachflächen-Fenstern und großen Glasfassaden, zum Beispiel Wintergärten, wirkt sich eine Verschattung positiv auf die Temperatur im Innern des Gebäudes aus. Wenn ohnehin ein Austausch der Fenster ansteht, kann auf Fenster mit speziellem Sonnenschutzglas zurückgegriffen werden. Diese lassen weniger Wärme in die Räume – allerdings auch im Winter, deshalb sollte man sich hier vom Fachmann beraten lassen.

Lüften

Fenster und Türen sollten während der heißen Tageszeit am besten geschlossen bleiben. Später am Tag, wenn draußen die Temperatur etwas gesunken ist, wird die Wärme aus den Innenräumen herausgelüftet. Mit der Querlüftung, bei der gegenüberliegende Fenster und/oder Türen geöffnet sind, ist die Luft im Raum nach etwa fünf Minuten ausgetauscht.

Dämmen

Die wichtigste Maßnahme, um das ganze Jahr über eine angenehme Temperatur in den Wohnräumen zu erhalten, ist die richtige Dämmung des Hauses. Dämmstoffe wie Stein-, Glas-, und Mineralwolle bieten zwar einen guten winterlichen Kälteschutz, sind aber wegen ihrer fehlenden Wärmespeicher-Kapazität keine besonders guten Isolatoren gegen sommerliche Hitze. Hingegen gehört die Dämmung aus Holzfaser zu den üblichsten Dämmstoffen, die für den sommerlichen Wärmeschutz eingesetzt werden. Der Primärenergiebedarf für die Herstellung ist hier zwar recht hoch, doch leistet der Dämmstoff sehr gute Dienste und bindet CO2. Dieses hat der Baum während seines Wachstums in Form von Kohlenstoff gespeichert. Außerdem substituiert der Baustoff klimaschädlichere Materialien, was ebenfalls CO2 vermeidet.

Da es zahlreiche Aspekte zu beachten gibt (geografische Lage, Glasflächen, Gebäudeausrichtung), ist eine gute Beratung sehr wichtig. Ist das Haus gut gedämmt, können im Winter die Heizkörper und im Sommer die Klimaanlage länger ausgeschaltet bleiben, was große Energie- und damit Kosteneinsparungen bedeutet.
Besonderes Augenmerk muss beim sommerlichen Wärmeschutz auf der Dachdämmung liegen, vor allem bei einem Dachausbau. Hier sammelt sich zum einen die aufsteigende warme Luft aus dem Hausinneren, zum anderen scheint die Sonne direkt auf die meist dunkle Dachfläche. Wichtig ist sowohl die eigentliche Dämmung, die im Idealfall aus einer Aufsparren-Dämmung besteht, als auch die ausreichende Verschattung der Dachfenster. Ist das Dachgeschoss nicht ausgebaut, ist die Dämmung der obersten Geschossdecke wichtig (und mittlerweile sogar gesetzlich vorgeschrieben). Eine solche Dämmung kann aus Holzfaser-Dämmung einfach in Eigenleistung umgesetzt werden. Soll der Dachboden betretbar bleiben, bilden OSB-Platten eine belastbare Fläche.

Für einen idealen sommerlichen Wärmeschutz ist der richtige Wandaufbau ausschlaggebend: Neben einer ausreichend dimensionierten Wärmedämmung und einer funktionierenden Dampfsperre sollte die sogenannte Innenbeplankung einer Außenwand aus einer wärmespeicherfähigen Schicht (zum Beispiel einer 15 Millimeter dicken Holzwerkstoffplatte) und einer Lage Gipskarton bestehen.

Kühlen

Elektrische Kühlgeräte wie Ventilatoren und Klimaanlagen sollten erst dann zum Einsatz kommen, wenn alle anderen Möglichkeiten erschöpft sind. Der Stromverbrauch der Geräte ist hoch und nicht immer ist der Kühleffekt zufriedenstellend.

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