Murgschiffer­schaft

Gründungsjahr der ältesten Holzhandelsgesellschaft Deutschlands

Entstehung der Murgschifferschaft

Vor mehr als 500 Jahren wurde sie geboren, die wohl älteste Holzhandelsgesellschaft auf genossenschaftlicher Basis, die heute noch besteht: die Murgschifferschaft (MS). Rund 5.450 ha Waldfläche an den Hängen des Murgtales im Odenwald fallen auch heute noch in ihren Besitz. Im Jahr 1488 schlossen sich im Floß- und Holzgewerbe tätige Familien aus der Umgebung zu einer Interessensgemeinschaft zusammen, um den Waldreichtum vor Ort durch den gemeinschaftlichen Floß- und Sägebetrieb zu erschließen und die Rechte und Pflichten der Beteiligten vertraglich zu regeln. Schon lange davor war der Holzhandel neben dem Weinbau und der Viehzucht eine der Haupterwerbsquellen der Dorfbewohner im Murgtal. Durch die Modernisierung von Sägemühlen und deren Umwandlung in Holz- und Papierfabriken leistete die Murgschifferschaft außerdem einen maßgeblichen Beitrag zur Industrialisierung des Murgtals. Um 1850 endete das murgschifferschaftliche Monopol der Bortschnittsgerechtigkeit, also das Recht, Holz zu sägen. 1880 wurden die letzten Sägemühlen der Genossenschaft versteigert und die MS wird zur privaten Waldgenossenschaft. Heute steht die Genossenschaft für einen nachhaltigen sowie höchstmöglichen Ertrag des wertvollen Holzes.

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