Holz in der Antike

Antikes Hochhaus aus Holz

Sensationelle Forschungsergebnisse meldet das Deutsche Archäologische Institut (DAI) aus Äthiopien, das als Wiege der Menschheit gilt. Im nördlichen Hochland Abessiniens untersuchen Archäologen 3000 Jahre alte Tempelanlagen. Sie sollen von südarabischen Einwanderern aus dem sagenhaften Reich von Saba errichtet worden sein.

Eine zentrale Erkenntnis: Die fachmännische Verwendung von Holz ermöglichte die imposanten Anlagen. So konnte der gewaltige, auf rund 2.500 Quadratmetern erbaute Palast von Yeha nur deshalb mit fünf Stockwerken in rund 27 Meter (!) Höhe aufragen, weil neben der Steinbauweise (vor allem für die Fundamente) die Holzbauweise zum Einsatz kam: Holzpfeiler stützten die Holzdecken der Etagen, die mit Holzdielen ausgelegt waren.

600 Bäume für jedes der fünf Stockwerke

Das unglaubliche Hochhaus hätte um 800 v. Chr. nie fertiggestellt werden können, wenn nicht Holz mit seiner enormen Stabilität und seinem vergleichsweise geringen Gewicht es – konstruktiv und dekorativ – möglich gemacht hätte. Dazu mussten die frühen Architekten, Zimmerer und Facharbeiter unfassbare Leistungen erbringen. Der Verband der Landesarchäologen berichtet in seinem Fachmagazin „Archäologie in Deutschland“ (Heft 5/2015):

„Laut Berechnungen wurden allein für das untere Stockwerk rechteckig gebeilte Baumstämme in einer Länge von fast zwölf Kilometern benötigt. Der Holzbedarf für Decken, Fußböden und Fassaden ist dabei noch nicht einmal berücksichtigt. Nimmt man eine Baustammlänge von fünf Metern und einen ausreichend großen Baumumfang an, um aus jedem Baum vier Balken zu gewinnen, dann benötigt man etwa 600 Bäume allein für ein Stockwerk.“

Holzbau in der Antike

Viele großartige Bauten der Antike wären ohne Holz unvorstellbar. Ein Beispiel ist der Palast von Knossos auf Kreta (neuer Palastbau ca. 1.700 v. Chr.). In den rekonstruierten Gebäudeteilen tritt die Verwendung von Holz wieder sichtbar zutage. Dank der vertikal und horizontal in die Mauern eingebauten Zedernhölzer hat die Stadt um 1.400 v. Chr. ein schweres Erdbeben nahezu unbeschädigt überstanden (Wikipedia).

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