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Parkett selbst verlegen

Parkett verlegen: So meistern Sie Heizungsrohre und schräge Wände

Das Verlegen eines neuen Parkettbodens ist kein Hexenwerk und auch vom geübten Hobby-Handwerker auszuführen. In der Praxis können jedoch kleinere Herausforderungen auftreten, z. B. wenn der Untergrund des Bodens Unebenheiten aufweist oder die Zimmerwände nicht gerade verlaufen. In diesem Artikel verraten wir Ihnen, wie Sie auch diese Situationen erfolgreich meistern.

Wichtige Voraussetzung: ein trockener und ebener Untergrund

Ist das Fundament eines Hauses schief, steht auch das ganze Haus ungerade. Gleiches gilt für Fußböden. Weist der Untergrund, auf dem der Parkettboden verlegt werden soll, an mehreren Stellen Unebenheiten von mehr als drei Millimeter je laufenden Meter auf, können diese selbst durch eine Unterlagsbahn (PE-Folie mit Dampfbremse) nicht mehr ausgeglichen werden. Es bilden sich Spannungen, geweitete Fugen und schlimmstenfalls Risse im Parkett. In diesem Fall muss der Boden des Raumes vor der Verlegung komplett mit einer sogenannten Ausgleichsmasse bearbeitet werden. Empfehlenswert sind hier selbstverlaufende Ausgleichsmassen, die sich aufgrund ihrer Konsistenz und Schwerkraft (Wasserwaageneffekt) fast selbstständig und gleichmäßig im Raum verteilen. Vor allem bei der Renovierung stößt man häufig auf unebene Untergründe. Denn hat man einen alten Teppich- oder PVC-Boden herausgerissen, wird meistens der darunterliegende Estrich beschädigt, da neben dem alten Kleber auch Mörtel aus dem Estrich am Bodenbelag hängen bleibt. Aus hygienischen und verlegetechnischen Gründen sollten Teppichböden jedoch in jedem Fall zuvor entfernt werden. Zudem sollte der Estrich trocken sein und die Luftfeuchtigkeit im Raum die Angaben der Hersteller nicht überschreiten.

Individuelle Grundrisse und schräg verlaufende Wände

Jeder Raum hat seinen eigenen Grundriss. Und häufig ist dieser nicht zu 100 Prozent rechtwinklig, sondern besitzt Wände mit anderen Winkeln als 90° zueinander. In diesen Räumen dauert die Parkettverlegung etwas länger, da die Parkettelemente an die schräg verlaufende Wand angepasst werden müssen. Am besten geht dies, indem Sie das Element so weit wie möglich an die Wand anlegen, den vorderen und hinteren Abstand des Elements zur Wand ermitteln und diese mit einem Bleistift auf das Parkettelement übertragen. Hilfreich ist dabei auch eine Schmiege zum Übertragen des Winkels. Mit einer Stichsäge kann das Parkettelement anschließend dem Wandverlauf entsprechend zugesägt werden.

Wandschräge beim Parkett verlegen

Verlegung an Heizungsrohren

Ein Hindernis beim Parkettverlegen stellen auch Heizungsrohre dar. Legen Sie hier zunächst das Parkettelement mit der Stirnseite an die Rohre an, um den Abstand zur Wand zu messen. Danach werden die Ausschnitte für die Rohre abgemessen und eingezeichnet. Hierbei ist auf einen ausreichenden Abstand zwischen Parkett und Rohr zu achten. Mit der Stichsäge wird nun die Aussparung ausgesägt und das Parkettelement passgenau eingesetzt. Die Lücken werden mit zugeschnitten Reststücken gefüllt und die Heizungsrohre mit Rosetten abgedeckt.

Verlegung an Türzargen

Im Bereich der Türen müssen Türzargen aus Holz beim Verlegen von Parkett entsprechend um die Höhe des Parkettelements gekürzt werden, so dass das Element unterhalb der Zarge eingesetzt werden kann und einen sauberen Abschluss bildet. Bei Stahlzargen wird das Parkettelement um die Zarge herum verlegt und kann anschließend verfugt werden (z. B. mit farbigem Acryl).

Wer liefert Holz?



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