Ebiara - Merkmale & Eigenschaften - Holz vom Fach

Holzarten-ABC

Ebiara

Ebiara – Bezeichnungen und Verbreitung

Kurzzeichen DIN EN 13556

keine Normkennzeichnung

Botanische Bezeichnung

Berlinia spp., Familie Fabaceae-Caesalpinioideae

Verbreitung

Tropisches West- und Zentralafrika

Handelsnamen

bagbe (BJ); sarkpei (SL); m’possa (AO,CD,CG); obolo; abem, essabem (CM); ekpogoi (NG); melegba, pocouli (CI); „red zebrawood“ (GB)
GD Holz Thünen Institut

Ebiara – Beschreibung und Merkmale

Kurzbeschreibung

Ebiara ist eines aus einer Gruppe afrikanischer gestreifter Hölzer aus der Familie der Fabaceae, zu der als prominentester Vertreter das Zebrano und auch das weniger bekannte Beli oder Awoura (Julbernardia pellegriniana) gehören. Die gelblich-braune Grundfarbe ist ähnlich wie bei Zebrano, die dunkle Streifung jedoch unregelmäßiger und weniger kontrastreich. Zudem ist die Rohdichte von Ebiara-Hölzern etwa 10–15 % niedriger. Von den derzeit 16 anerkannten botanischen Arten der Gattung Berlinia sind es vorwiegend B. auriculata, B. bracteosa, B. confusa und B. grandiora, die regelmäßig Nutzholz liefern.

Ebiara (Berlinia bracteosa): Querschnitt ca. 10-x Ebiara (Berlinia bracteosa): Querschnitt ca. 10-x Ebiara (Berlinia bracteosa): tangentiale Oberfläche (natürliche Größe) Ebiara (Berlinia bracteosa): tangentiale Oberfläche (natürliche Größe) Ebiara (Berlinia bracteosa): radiale Oberfläche (natürliche Größe) Ebiara (Berlinia bracteosa): radiale Oberfläche (natürliche Größe)

Farbe und Struktur

Splint bis 15 cm breit und hellfarbig, deutlich abgesetzt vom gelblich bis rötlich-braunen Kern mit dunklen Streifen in unregelmäßigen Abständen. Poren zerstreut, mittelgroß bis grob; Porenrillen auf Längsflächen aufgrund eines hellen Saums gut zu erkennen. Speichergewebe in augenförmigen Feldern um die Poren, mitunter auch als sehr feine, die Zuwachszonen begrenzende Bänder angelegt. Holzstrahlen sehr fein und nur auf scharf angeschnittenen Querschnitten mit der Lupe erkennbar. Faserverlauf mit unterschiedlich ausgeprägtem Wechseldrehwuchs, auf Radialflächen teils einen regelmäßigen Glanzstreifen erzeugend. Trockenes Holz ohne charakteristischen Geruch.

Gesamtcharakter

Mittelschweres und deutlich poriges, splintreiches Holz mit bräunlichem Kern und unregelmäßigen, violettbraunen Farbstreifen.

Bearbeitbarkeit

Das mittelschwere Holz lässt ist manuell und maschinell gut mit Werkzeugen bearbeiten. Bei ausgeprägtem Wechseldrehwuchs neigt das Holz beim Hobeln radialer Flächen zum Ausreißen. Nagel- und Schraubverbindungen halten gut, Vorbohren wird empfohlen. Die Verleimung mit handelsüblichen Klebstoffen ist unproblematisch. Das Holz lässt sich gut schälen und messern. Die Oberflächenbehandlung bereitet keine Schwierigkeiten; filmbildende Mittel erfordern wegen der Porigkeit der Oberfläche eine ausreichend Grundierung.

Trocknung

Mittlere Schwindmaße verleihen dem Holz ein befriedigendes Stehvermögen, wobei rift geschnittene Teile bei Feuchtewechsel eine deutlich bessere Formstabilität zeigen. Freilufttrocknung verläuft mit mittlerer Geschwindigkeit bei geringer Neigung zu Verformung und Rissbildung.

Natürliche Dauerhaftigkeit (DIN-EN 350-2)

Das Kernholz ist mäßig dauerhaft gegen Holz zerstörende Pilze und In-sekten. Für einen Einsatz im Außenbau ist das Holz wenig geeignet, vor allem da Schnittholz meist einen hohen Splintholzanteil aufweist, der leicht von Holz zerstörenden Pilzen befallen wird.

Verwendungsbereiche

Ebiara ist ein dekoratives Ausstattungsholz. Vollholz wird vorwiegend für Möbel, Füllungen, Drechsel- und Schnitzarbeiten sowie Fertigparkett eingesetzt. In Form verleimter Kanteln empfiehlt es sich auch für Rahmen von Fenstern und Türen. Die farblich ansprechenden und dekorativen Furnie-re, gemessert oder geschält, eignen sich sehr gut für Außenlagen von Sperrholz sowie Tischlerplatten für Möbel und Vertäfelungen.

Anmerkungen

Ebiara bildet häufig traumatische Harzkanäle, erkennbar an einer nahezu schwarzen Aderung auf Längsflächen. Es besteht die Gefahr, dass austretendes Harz störend auf den Abbindevorgang von Präparaten für die Oberflächenbehandlung auswirkt.

Ebiara – Technische Eigenschaften

Rohdichte lufttrocken (12-15% u)

Dauerhaftigkeit des Kernholzes g g/cm³

Druckfestigkeit u12-15

53–57–63 N/mm²

Biegefestigkeit u12-15

91–105–118 N/mm²

Elastizitätsmodul (Biegung) u12-15

10 500–11 140–12 900 N/mm²

Härte (JANKA) ⊥, umgerechnet

5,7–6,1 kN

Härte (BRINELL) ⊥ zur Faser u12-15

25–27 N/mm²

Differentielles Schwindmass (radial)

0,18 %

Differentielles Schwindmass (tangential)

0,35 %

pH-Wert

3,8

Natürliche Dauerhaftigkeit (DIN-EN 350-2)

Klasse 3

Literatur

Bolza, E. & Keating, W.G. 1972. African timbers – the properties, uses, and characteristics of 700 species. CSIRO. Div. of Build. Res., Melbourne, Australia
Farmer, R.H. 1972. Handbook of Hardwoods. 2. Aufl., B.R.E. Princes Risborough/GB
Forest Stewartship Council (FSC) Denmark (o. J.). Lesser-known species: Ebiara www.lesserknowntimberspecies.com/species/ebiara
ITTO (o. J.). Tropical Timber Information – Lesser used species: Pau rosa, Pau ferro (Swartzia fistuloides). www.tropicaltimber.info/specie/ebiara-berlinia-bracteosa
The Wood Database (o.J.). Ebiara www.wood-database.com/ebiara
CIRAD-FORÊT Tropix 7: Fiches techniques Version 7.5.1. Ebiara tropix.cirad.fr
Wiselius, S.I. 2010. Houtvademecum. Eigenschappen en toepassingen van houtsoorten. SDU Uitgeverij, Den Haag (NL). 736 p.

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