Akasia - Merkmale & Eigenschaften - Holz vom Fach

Holzarten-ABC

Akasia

Akazie, Mangium

Akasia – Bezeichnungen und Verbreitung

Kurzzeichen DIN EN 13556

ACMA

Botanische Bezeichnung

Acacia mangium, Familie Fabaceae-Mimosoideae

Verbreitung

Südostasien (Thailand, Malaysia, Indonesien), Australopazifische Region (Papua Neuguinea, Australien)

Handelsnamen

akasia (ID, MY); black wattle, brown salwood AU,GB,US); moa (AU); mangge hutan, tongke hutan, nak (ID); kra thin tepa (TH); kayu safoda (MY); arr (PG)
GD Holz Thünen Institut

Akasia – Beschreibung und Merkmale

Kurzbeschreibung

Acacia mangium ist eine schnell wachsende Baumart, die im australo-pazifischen Raum beheimatet ist, mittlerweile aber in klimatisch geeigneten Regionen Südostasiens, Afrikas und Südamerikas großflächig angebaut wird. Das derzeit vermarktete Holz stammt von solchen Plantagen, überwie-gend aus Malaysia und Indonesien. Die hier vorgestellten technischen Daten wurden an Holz von 16–20-jährigen Bäumen mit Durchmessern von 30 bis 40 cm ermittelt.

Mangium (Acacia mangium): Querschnitt (ca. 12x) Mangium (Acacia mangium): Querschnitt (ca. 12x) Mangium (Acacia mangium): Radiale Oberfläche (natürliche Größe) Mangium (Acacia mangium): Radiale Oberfläche (natürliche Größe)

Farbe und Struktur

Kernholz gelblich braun bis olivbraun, oft mit leicht goldener Tönung, gelegentlich mit Farbstreifen; deutlich vom schmalen, gelblich-weißen bis strohfarbenen Splintholz abgesetzt. Zuwachszonen meist schwach markiert, Spätholz mit deutlich kleineren Poren. Speichergewebe und Holzstrahlen unauffällig. Trockenes Holz ohne charakteristischen Geruch, Faserverlauf gerade bis wechseldrehwüchsig, bei hohlkehligen Stämmen oft sehr unregelmäßig.

Gesamtcharakter

Farblich ansprechendes, unauffällig gemasertes Holz von mittlerer Dichte und Textur; gelegentlich mit Glanzstreifen auf radialen Oberflächen.

Bearbeitbarkeit

Mangium ist ein mittelschweres Holz, das sich mit Hand- und Maschinen-Werkzeugen gut bis zufriedenstellend sägen, hobeln, fräsen, bohren und drechseln lässt. Die Aus- beute ist jedoch eingeschränkt, bedingt durch die meist geringen Durchmesser, die oft starke Astigkeit, und das vermehrte Vorkommen von Reaktionsholz und Drehwuchs. Nagel- und Schraub-Verbindungen halten gut, Vorbohren wird empfohlen. Die Verklebung mit handelsüblichen Klebern (PVAc, EPI, PRF, PF, UF) ist gut bis zufriedenstellend. Auch die Oberflächen-Behandlung mit üblichen Präparaten ist unproblematisch.

Trocknung

Die zwar nicht hohen aber ungleichen Schwind- und Quellwerte von Mangium ergeben ein nur befriedigendes Stehvermögen. Das Holz trocknet relativ schnell, die technische Trocknung muss jedoch sehr sorgfältig gesteuert werden, um Qualitätseinbußen durch Verformung, Rissbildung, Zellkollaps und Verschalung zu minimieren. Lim et al. (2011) empfehlen eine Freiluft-Vortrocknung sowie eine ausreichende Konditionierung bei vermehrtem Auftreten von Verschalung und Zellkollaps während der technischen Trocknung.

Natürliche Dauerhaftigkeit (DIN-EN 350-2)

Das Kernholz von Mangium ist mäßig bis wenig dauerhaft gegen Befall durch Holz zerstörende Pilze sowie Insekten. Im Außenbau sollte das Holz nicht im nicht im Erdkontakt eingesetzt werden.

Verwendungsbereiche

Mangium ist ein im Innenausbau vielseitig einsetzbares Holz, wobei wegen der geringen Dimensionen meist eine Verklebung erforderlich ist. Holz guter Qualität wird zu Möbeln (z. B. Leimplatten und Biegeteile), zu Küchenarbeitsplatten, Gartenmöbeln, Fußbodendielen und Parkett verarbeitet, seltener auch zu dekorativen Messerfurnieren. Geringere Qualitäten dienen der Fertigung von nicht sichtbaren Möbelteilen, von Span- und Faserplatten, von Mittellagen für Sperrholz.

Austauschhölzer

Mangium wird wegen der Ähnlichkeit in Farbe und Rohdichte als Austausch für Nussbaum (M 064) und auch Teak (M 042) propagiert, was für einzelne Anwendungen, zum Beispiel für Möbel, auch akzeptabel ist.

Anmerkungen

Der Name Akazie wird im deutschen Sprachraum auch vielfach für Holz der Robinie (Robinia pseudoacacia) verwendet; Mangium und Robinie unterscheiden sich jedoch deutlich in Aussehen und Eigenschaften und sind untereinander nicht austauschbar.

Akasia – Technische Eigenschaften

Rohdichte lufttrocken (12-15% u)

(0,45–)0,52–0,63(–0,72) g/cm³

Druckfestigkeit u12-15

40—50—60 N/mm²

Biegefestigkeit u12-15

80—115—155 N/mm²

Elastizitätsmodul (Biegung) u12-15

9 800—10 500—11 890 N/mm²

Härte (JANKA) ⊥, umgerechnet

2,1—3,4 kN

Härte (BRINELL) ⊥ zur Faser u12-15

≈14—18 N/mm²

Differentielles Schwindmass (radial)

≈ 0,11 %

Differentielles Schwindmass (tangential)

≈ 0,26 %

Natürliche Dauerhaftigkeit (DIN-EN 350-2)

2—4

Literatur

Holzhändlersuche

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