Dienstag, 16.02.2016

Nicht nur Jungs spielen gerne mit Holzklötzchen


Der Holzfachhandel erscheint als eine von Männern dominierte Branche. Dabei gibt es gerade hier viele Ausbildungsberufe, in denen Mädchen und junge Frauen ihre Stärken unter Beweis stellen können.

Jedes Jahr stehen zukünftige Schulabgänger vor der Frage, welchen Weg sie beruflich einschlagen wollen. Dabei ist vor allem bei Mädchen immer noch eine Tendenz zu „typischen Frauenberufen“, etwa im Pflegesektor oder pädagogischen Bereich, deutlich erkennbar. Doch auch kaufmännische Berufe werden laut einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg immer beliebter unter Schulabsolventinnen. Eine Branche, die vielfältige kaufmännische Ausbildungsplätze anbietet, ist die als traditionell und bodenständig geltende Holzwirtschaft. Sie zählt zu den solidesten Arbeitgebern in Deutschland und richtet sich mit ihrem Ausbildungsangebot nicht nur an junge Männer, wie es zunächst den Anschein haben könnte.

Kauffrauen im Groß- und Außenhandel mit Schwerpunkt Großhandel kommen häufig mit Kunden in Kontakt – beispielsweise mit Schreinern und Tischlern, Messe- und Innenausbauern sowie anderen holzverarbeitenden Unternehmen. Hier sind eine hohe Beratungskompetenz und Kommunikationsfähigkeit gefragt, welche Frauen im Besonderen zugeschrieben werden.Setzt man als Kauffrau im Groß- und Außenhandel auf den Schwerpunkt Außenhandel, gibt es darüber hinaus viele Berührungspunkte mit internationalen Kunden. Hier sind Sprachkenntnisse, vor allem Englisch, enorm wichtig und gehören zum täglichen Geschäft. Auch in der Tätigkeit im Einzelhandel sind die beratenden und kommunikativen Fähigkeiten von Frauen im direkten Endkundenkontakt von großer Bedeutung und für den unternehmerischen Erfolg unverzichtbar.

Betriebe der Holzbranche bieten attraktive Arbeitsplätze

Nach Angaben des Gesamtverbandes Deutscher Holzhandel e.V. (GD Holz) sind in den rund 900 Mitgliedsbetrieben aktuell etwa 45.000 Mitarbeiter, davon 4.200 Auszubildende, beschäftigt. Durch meist mittelständische Strukturen ist es möglich, im Unternehmen schnell Verantwortung zu übernehmen. Zudem besteht im Fach- und Führungskräftenachwuchs ein großer Personalbedarf. „Die Holzbranche ist überschaubar und gut vernetzt. So haben junge Leute gute Voraussetzungen, Karriere zu machen und werden schnell zu gefragten Experten mit Spezialwissen rund um Holz und die daraus entstehenden Produkte. Wer sich etwas zutraut und sich einbringt, dem stehen im Holzfachhandel alle Wege offen“, sagt Lutgart Behets-Oschmann, Leiterin Presse und Kommunikation im GD Holz.

Der deutsche Holzhandel zählt seit Jahrzehnten zu den wirtschaftlich stärksten Branchen. So konnte die Branche 2015 erneut einen Umsatzzuwachs erzielen, denn die Nachfrage nach hochwertigen Holzprodukten ist dauerhaft hoch. Auch für die Zukunft ist der Holzfachhandel aufgrund der kontinuierlichen Entwicklung von Hightech-Produkten sowie effizienten Vertriebsstrukturen optimal aufgestellt. Holz ist eines der beliebtesten Materialien im Wohnraum und im Außenbereich. Es lässt sich vielerorts einsetzen und einfach verarbeiten. Zudem überzeugt Holz mit Natürlichkeit, ausdrucksstarker und individueller Optik sowie angenehmer Haptik.

Adressen von den nächstgelegenen Ausbildungsbetrieben finden sich auf der Internetseite des GD Holz unter www.holzvomfach.de. Dort findet man auch die konkreten Ansprechpartner für Nachfragen. Darüber hinaus ermöglichen vielfältige Informationen rund um die Ausbildungsberufe im Holzfachhandel sowie praktische Bewerbungstipps und Interviews mit leitenden Mitarbeitern, die im Unternehmen, in dem sie ihre Ausbildung angefangen haben, Karriere gemacht haben, einen tiefen Einblick in die Berufswelt des Holzfachhandels.

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Frauenpower im Holzfachhandel