Der Bodenbelag

Materialkunde: Der beste Bodenbelag für Terrasse und Balkon

Auf der eigenen Terrasse oder dem Balkon möchte man sich wohlfühlen. Wichtig ist daher die Wahl des passenden Belags. Beton und Steine sind zwar robust, fühlen sich aber in der Regel grob an, heizen sich im Sommer stark auf und machen optisch wenig Eindruck. Die Vielfalt an Materialien und Produkten für Terrassen wird immer größer. Bezüglich der material- und herstellerspezifischen Eigenschaften können Sie sich vom Holzfachhandel beraten lassen.

Massivholz

Massivholz

Ein attraktives Flair verspricht der Werkstoff Holz. Er ist anpassungsfähig und bietet eine angenehme Haptik. Der Holzfachhandel verfügt über ein vielfältiges Sortiment an Holzarten, die für Terrassen und Balkonbeläge geeignet sind. Zu den bekanntesten zählen unter anderem Massivholzdielen aus Douglasie, Europäischer oder Sibirischer Lärche, Ipê oder Bangkirai. Nadelholz hat eine geringere natürliche Dauerhaftigkeit; diese kann durch eine herstellerseitige Kesseldruckimprägnierung mit Holzschutzmitteln deutlich verbessert werden.

Tropische Harthölzer

Südamerikanische, asiatische und afrikanische Harthölzer bewähren sich seit Jahrzehnten als robuste Begleiter für den Außenbereich. Da sie von Natur aus resistent gegen Schädlinge und Fäulnis sind, benötigen sie keine chemischen oder thermischen Behandlungen, um der Witterung zu trotzen. Das macht sie so geeignet für den Einsatz als Terrassendielen und -unterkonstruktionen.

Da die Europäische Holzhandelsverordnung (EUTR) und ihre nationalen Umsetzungen vorschreiben, dass der legale Ursprung des Holzes im Forst nachgewiesen werden muss, kann die Lieferkette von Importhölzern transparent rückverfolgt werden. Der Holzfachhändler kann illegale Holzprodukte seit 2013 dank eines Sorgfaltspflichtsystems weitestgehend ausschließen. Die Monitoring Organization der GD Holz Service GmbH überwacht das Sorgfaltspflichtsystem der Importeure, wodurch eine höchstmögliche Sicherheit garantiert ist. Halten Sie zusätzlich Ausschau nach den Siegeln, die für kontrollierte Nachhaltigkeit stehen, zum Beispiel FSC® oder PEFC. Hier finden Sie weitere Infos zum Thema Tropenholz.

Thermisch modifizierte Hölzer (TMT)

Thermisch modifizierte Hölzer (TMT)

„Thermally Modified Timber“ (=TMT) – auch Thermoholz genannt: Das Holz (meist einheimische Nadel- und Laubhölzer, wie Buche, Erle, Esche, Fichte und Kiefer) wird bei Sauerstoffentzug auf über 160 Grad erhitzt und bekommt dadurch eine höhere Dauerhaftigkeit. Außerdem wird das Quell- und Schwindverhalten des Holzes stark reduziert. Das Holz erhält bei der Hitzebehandlung eine dunkle Farbe. Thermische modifizierte Hölzer sind eine beliebte Alternative zu Tropenhölzern, sind aufgrund der thermischen Behandlung allerdings etwas spröder als unbehandeltes Holz.

Chemisch modifizierte Hölzer (CMT)

Chemisch modifizierte Hölzer (CMT)

Diese Hölzer werden chemisch behandelt, zum Beispiel mit Essigsäureanhydrid. Bei der Modifizierung werden Stoffe eingesetzt, die mit der Zellulose und dem Lignin im Holz Reaktionen eingehen. Dadurch wird die Dauerhaftigkeit sowie die Maßhaltigkeit verbessert. Eine andere Art der chemischen Modifizierung ist das Einbringen von speziellen Harzen oder Salzen in das Holz, meist durch die Kesseldruckimprägnierung.

Durch die chemischen Modifizierungen können Holzarten im Außenbereich eingesetzt werden, die von Natur aus eine eher geringe Dauerhaftigkeit haben.

WPC – Polymer gebundene Faser-Verbundwerkstoffe (Wood Polymer Composites)

WPC Terrassendielen

WPC ist ein Verbundwerkstoff aus zellulosehaltigen Materialien (meist Holz- oder Bambusfasern mit einem Gewichtsanteil von 50 Prozent oder mehr), Kunststoffen und Additiven. Hochwertige Terrassendielen aus WPC haben in der Regel einen Faseranteil von etwa 70 Prozent. Die Vorzüge des Werkstoffs sind seine Splitterfreiheit und Pflegeleichtigkeit. Die Eigenschaften von WPC werden durch den spezifischen Materialmix von Kunststoff und Naturfasern bestimmt. Die Verlegevorschriften des jeweiligen Produktes bzw. Herstellers sind deshalb unbedingt zu beachten. Während bei Massivholzdielen das jahreszeitliche, durch Änderung der Holzfeuchte bedingte „Arbeiten des Holzes“ bei der Verlegung zu berücksichtigen ist, sind es bei WPC hauptsächlich die temperaturbedingten Längenänderungen der Dielen. Am Markt gibt es Massiv- und Hohlkammerprofile. Die Hersteller von Hohlkammerprofilen fordern in aller Regel ein Mindestgefälle von zwei Prozent in Längsrichtung des Belages.

Wer liefert Holz?



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